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Von Gen Z bis „Pay what you want“: Neue Wege zu Reichweite und Erlösen

Print & Digital Nachrichten

Digitale Interaktion in Social-Media-Formaten für die Gen Z ausbauen | Vertrauen und Reichweite im Videojournalismus durch Authentizität | Podcast-Formate erschließen völlig neue Nutzergruppe für eine Medienmarke

Talkrunde mit Alina Bach (Reporterin, Volksstimme), Vanessa Bitter (CEO, #UseTheNews), Cordula Schmitz (Chefredakteurin Digital, Hamburger Abendblatt) und Talkgäste der Gen Z Megan Lynn Kalea Wiebigke und Angelo Kwarteng // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
Vanessa Bitter, CEO UseTheNews // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
OLESJA ZIMMERMANN, Leitung Marketing und Kommunikation, brand eins Medien AG, im Gespräch mit Markus Schöberl // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
OLESJA ZIMMERMANN, Leitung Marketing und Kommunikation, brand eins Medien AG, im Gespräch mit Markus Schöberl // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
CHRIS MÜLLER, Videojournalist und journalistischer Content Creator // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
CHRIS MÜLLER, Videojournalist und journalistischer Content Creator // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
Anne Petersen, Chefredakteurin und Gründerin, SALON Magazin // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
Steffen Horstmannshoff, Paid Content Director, DIE ZEIT // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
Gunnar Lott, Mitgründer und Co-Host, Stay Forever // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
Vanessa Rehder, Leiterin Lesermarketing und Vertrieb, NORDSEE-ZEITUNG // Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com
// Foto: Ole Bader / sandwichpicker-berlin.com

Am Nachmittag des MVFP Distribution Summits stand die Ansprache junger Zielgruppen mit journalistischen Angeboten im Mittelpunkt. In der Talkrunde „Like oder swipe: Welche Formate überzeugen junge Menschen?“ zeigte die Diskussion zwischen Alina Bach, Reporterin bei der Volksstimme, Vanessa Bitter, Geschäftsführerin von #UseTheNews, Cordula Schmitz, Chefredakteurin Digital beim Hamburger Abendblatt (FUNKE), sowie Vertreterinnen und Vertretern der Gen Z, dass letztendlich jeweils die „persönliche Betroffenheit“ bei einem Thema darüber entscheidet, wie viel Reichweite der Beitrag erzielt. Eindeutig war, dass die Gen Z sich nahezu ausschließlich über Social-Media-Kanäle informiert. Entscheidend für die Reichweite und das Vertrauen sei der Aufbau einer authentischen Persönlichkeit des Absenders. Cordula Schmitz betonte, dass es für Verlage darum gehe, „die digitale Interaktion zu fördern“. Wichtig sei darüber hinaus, bei allen Monetarisierungsthemen Content Creatoren mit einzubeziehen.

Wie die Einbindung junger Führungskräfte mittels intelligenter Bundlings gelingt, präsentierte Olesja Zimmermann, Leiterin Marketing und Kommunikation bei brand eins. Mit einem individuell erweiterbaren Führungskräfte-Abo können unterschiedliche Content-Angebote mit Speed-Sessions oder dem Leadershift-Event kombiniert und genutzt werden.

Wie sich auch komplexe Themen reichweitenstark erzählen lassen, zeigte anschließend Chris Müller, Videojournalist und journalistischer Content Creator. In seiner Keynote „Komplizierte Welt durchlässig machen“ gab er Einblicke in die Entstehung seiner meist maximal 600 Worte umfassenden Videoessays. Mit der neuen Form, wie er beispielsweise die Quellen in seinen Videos symbolisch darstellt, nutzt er für komplexe Themen eine spezielle Bildsprache, um insgesamt Zusammenhänge schnell erfass- und sichtbar zu machen.

Im Themenblock „Neue Erlösmodelle: Produkte, Angebote, Zielgruppen“ blickte Steffen Horstmannshoff, Paid Content Director bei DIE ZEIT, hinter die Kulissen des ZEIT Podcast-Abos und berichtete über Erfahrungen aus der Entwicklung des Angebots sowie die daraus gewonnenen Erkenntnisse für digitale Bezahlmodelle. Mit dieser Form der Diversifikation der Medienmarke sei es gelungen, völlig neue Nutzerpotenziale zu erschließen, die bislang nicht im ZEIT-Kosmos unterwegs waren. Dabei habe es sich gezeigt, dass dafür auch neue Onboarding-Routinen im Vergleich zu klassischen Abos notwendig waren.

Anschließend gab Anne Petersen, Chefredakteurin und Gründerin des SALON Magazins, im Interview Einblicke in die Positionierung von SALON und die Frage, wie Print in der Nische erfolgreich funktionieren kann. Die Relevanz eines Titels definiere den Erfolg in der Nische maßgeblich, erklärte Petersen. In der Mischung aus Food- und Interior-Titel habe SALON eine starke Community aufbauen können.

Wie sich verlegerische Qualität und das Mindset moderner Content Creator verbinden lassen, zeigte Gunnar Lott, Mitgründer und Co-Host der Stay Forever GmbH. Am Beispiel des Retro-Spiele-Podcasts „Stay Forever“ erläuterte er, wie journalistische Sorgfalt und langfristiges Denken mit Nahbarkeit, direktem Austausch und kontinuierlichen Feedback-Schleifen zusammenwirken können. „Verlage denken in Produkten, Creators denken in Beziehungen“, unterstrich Lott als entscheidenden Unterschied zwischen den Content-Welten. Darüber hinaus seien Creatoren durch kontinuierliche Feedback-Loops direkter mit ihren Usern verbunden.

Zum Abschluss des Tages präsentierte Vanessa Rehder, Leiterin Lesermarketing und Vertrieb der NORDSEE-ZEITUNG, ihre Erfahrungen mit neuen Ansätzen in der Preisgestaltung: Bei der „Zahl-was-du-willst“-Paywall der NORDSEE-ZEITUNG zeigte sich, dass durch die unterschiedlichen Preis- und Bezugsmodelle die Probe-Abo-Bezugszeiten deutlich gesteigert und die Kündiger-Rate reduziert werden konnten.

 

Bildergalerie MVFP Distribution Summit 2026

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