Digitale Ernte – Wie der Landwirtschaftsverlag Münster neue Erlöse schafft
Klassische Zeitschriften und die dahinterstehenden Medienunternehmen haben eine Zukunft, wenn sie veränderte Kundenwünsche berücksichtigen und neue Formate entwickeln, die zum Beispiel stärker emotionalisieren und personalisieren. Sie haben dann eine Chance, wenn sie ihre Arbeits- und Herstellungsprozesse effizient strukturieren, wenn sie die Potenziale der KI nutzen und wenn sie begleitend nicht-journalistische Dienstleistungen entwickeln und anbieten. Die breit aufgestellte Unternehmensgruppe Landwirtschaftsverlag beweist das mit ihrem auf drei Säulen ruhenden Portfolio aus Fach- und Publikumsmedien sowie digitalen Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette Lebensmittel.
Das waren die zentralen Botschaften beim Seminar der Akademie des Medienverbandes der freien Presse (MVFP) am 11. März im Landwirtschaftsverlag in Münster. Rund 25 Vertreterinnen und Vertreter anderer Fach- und Publikumsverlage diskutierten auf Einladung des MVFP am Beispiel der Unternehmensgruppe Landwirtschaftsverlag einen Tag lang über die Herausforderungen der Medienbranche.
„Wir haben Einblicke in die strategische Ausrichtung der Verlagsgruppe gegeben, gezeigt, wie wir Fach- und Publikumsmedien titelübergreifend verzahnen, wie wir um die „Landlust“ eine Markenfamilie aufbauen, wie wir KI innovativ nutzen und wie das Wachstumsszenario unserer Tochter LV digital aussieht, bei der wir alle nicht-journalistischen Angebote gebündelt haben“, beschreibt Malte Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Landwirtschaftsverlages die Diskussionsinhalte des Tages.
„Das richtige Tempo für die notwendigen Veränderungen zu finden, die Datenverfügbarkeit für die zukünftigen Anwendungen sicherzustellen und attraktive Formate für junge Leserinnen und Leser zu finden, sind die drei großen Herausforderungen, die alle Medienhäuser haben. Das hat der Austausch einmal mehr deutlich gemacht“, ergänzt Dr. Ludger Schulze Pals, Geschäftsführer des Landwirtschaftsverlages.
„Genau diesen Austausch mit exklusiven Einblicken hinter die Kulissen mit vielen Best Practice Beispielen haben wir uns gewünscht“, bedankt sich Carmen Platonina vom MVFP für den Input.
