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„Videos, denen man vertraut“ ‒ wie Online-Video in journalistischen Umfeldern den Unterschied macht

Print & Digital

Der aktuelle b4p-Trendreport „Online-Video“ der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) zeigt, warum Online-Videos in journalistischen Umfeldern einen besonderen Stellenwert haben – für Nutzerinnen und Nutzer ebenso wie für Marken.

Online-Videos sind fester Bestandteil der täglichen Mediennutzung. Sie liefern Informationen, ordnen ein und machen Inhalte anschaulich. In einer digitalen Umgebung mit hoher Reizdichte wird für Nutzer:innen jedoch zunehmend entscheidend, in welchem Umfeld Videos konsumiert werden.

Der neue b4p-Trendreport „Online-Video“ der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) zeigt: In journalistischen Umfeldern profitieren Online-Videos von der Glaubwürdigkeit des redaktionellen Absenders. Sie werden nicht nur häufiger genutzt, sondern auch bewusster wahrgenommen – als Ergänzung zu Texten, zur Einordnung aktueller Ereignisse und zur verständlichen Aufbereitung komplexer Themen.

Online-Video als selbstverständlicher Teil journalistischer Nutzung
Rund 70 Prozent der Nutzer:innen journalistischer Angebote schauen dort neben Texten auch Online-Videos. Besonders gefragt sind Formate, die informieren, erklären oder aktuelle Entwicklungen zusammenfassen. Videos ersetzen dabei nicht den klassischen Artikel, sondern ergänzen ihn (46%) – als zusätzlicher Zugang zu Inhalten und Themen.

Diese Nutzungssituation schafft Aufmerksamkeit ohne Ablenkung: Videos werden bewusst ausgewählt und inhaltlich eingeordnet konsumiert – ein zentraler Unterschied zu flüchtigen Nutzungsmomenten in sozialen Netzwerken oder auf offenen Videoplattformen.

Vertrauen entsteht durch den Absender
Ein zentrales Ergebnis des Trendreports: 82 Prozent der Befragten empfinden Online-Videos aus seriösen, überprüften Quellen als glaubwürdiger. Journalistische Umfelder stehen für Einordnung, Verlässlichkeit und redaktionelle Verantwortung – und genau davon profitieren auch Bewegtbildinhalte. Dieses Vertrauen prägt die Nutzung nachhaltig. Für Werbungtreibende bedeutet das: Video-Werbung ist hier nicht mit einem Vertrauensdefizit konfrontiert, sondern Teil eines glaubwürdigen Nutzungskontexts.

Wenn Glaubwürdigkeit auf Marken abstrahlt
Mehr als jede:r Zweite bestätigt, dass sich die Seriosität des journalistischen Umfelds positiv auf die Wahrnehmung der darin beworbenen Marken überträgt. Werbung wird hier weniger als Unterbrechung wahrgenommen, sondern als Teil eines strukturierten Nutzungserlebnisses. Das Umfeld fungiert damit als Wirkungsverstärker für Markenkommunikation – ein klarer Vorteil für Imageaufbau, Markenvertrauen und nachhaltige Wahrnehmung.

Hohe Aufmerksamkeit – klare Regeln für Video-Werbung
Nutzer:innen von Videos auf journalistischen Umfeldern zeigen eine hohe Offenheit für Video-Werbung: 64 Prozent sehen Werbevideos zumindest gelegentlich vollständig. Gleichzeitig haben die Nutzenden klare Vorstellungen darüber, wie Video-Werbung gestaltet sein sollte: 83 Prozent schätzen es besonders, wenn sie die Spots nach kurzer Zeit überspringen können. 72 Prozent bevorzugen kurze Spots (<10 Sekunden), 68 Prozent achten auf eine angenehme und unaufdringliche Stimmlage und für 67 Prozent ist eine zurückhaltende Kontaktfrequenz wichtig. Video-Werbung wird dann akzeptiert, wenn sie sich in das Nutzungserlebnis einfügt, statt es zu dominieren. Im Unterschied zu Social Media und globalen Videoplattformen, wo Werbung häufig als Störung wahrgenommen wird, treffen Video-Spots in journalistischen Umfeldern auf eine deutlich höhere Offenheit und Aufmerksamkeit.

Klare Erwartungen an Inhalte und Formate von Online-Videos
Die Erwartungen an Online-Videos sind klar umrissen – und wie bei den Werbespots liegt auch bei den redaktionellen Online-Videos die Würze in der Kürze. So präferieren 76 Prozent kurze Videos gegenüber längeren Formaten. Besonders gefragt sind erklärende Videos, zusammenfassende Clips sowie Live-Übertragungen relevanter Ereignisse (61%). Gut gemachte Videos entfalten hier nicht nur Wirkung im Moment, sondern werden häufiger weitergegeben (40%) und als Gesprächsanlass genutzt – ein zusätzlicher Hebel für Reichweite und Markenpräsenz.
„Unsere Ergebnisse zeigen, dass Nutzer:innen bei Online-Videos sehr bewusst auswählen, wem sie Aufmerksamkeit schenken. Journalistische Angebote bieten dafür Orientierung – und schaffen damit Voraussetzungen, unter denen Inhalte und Marken nachhaltig wahrgenommen werden“, Tanja Seiter, Director Media Research bei Hubert Burda Media, GIK-Forschungssprecherin 2025 und verantwortlich für den Trendreport Online-Video.

Key Takeaways:

  • Vertrauen ist der zentrale Wirkungsfaktor für Video-Werbung
  • Journalistische Umfelder bieten Aufmerksamkeit ohne Reizüberforderung
  • Das Umfeld stärkt Markenwahrnehmung und Glaubwürdigkeit
  • Akzeptanz entsteht durch kurze Formate und Nutzerkontrolle
  • Gestaltung und Kontext sind entscheidender als maximale Reichweite
     

Den vollständigen Report mit weiteren Ergebnissen gibt es hier.

 

Methodik: Für den b4p-Trendreport Online-Video wurden im September 2025 deutschlandweit insgesamt 1.485 Nutzer von journalistischen Medienmarken befragt – darunter 1.033 Seher:innen von Online-Videos. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Online-Nutzer:innen journalistischer Angebote.

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