DER SPIEGEL: SPIEGEL Solutions stärkt lösungsorientierten Journalismus
Es ist eine Frage, die den Journalismus insgesamt bewegt: Trägt er mit seinem Fokus auf Missstände und Probleme zur schlechten Stimmung im Land bei? Die SPIEGEL-Redaktion diskutiert diese Frage seit längerem und startet deswegen jetzt ein neues Projekt: Unter dem Motto SPIEGEL Solutions verstärkt der SPIEGEL in Zukunft lösungsorientierte Ansätze in seiner Berichterstattung. In unterschiedlichen journalistischen Formen werden alle Ressorts den Blick dorthin lenken, wo in Politik und Gesellschaft etwas gelingt. Damit bleibt der SPIEGEL Rudolf Augsteins Leitspruch „Sagen, was ist“ treu, nach dem Journalismus stets die Wirklichkeit abbilden sollte – im Guten wie im Schlechten.
SPIEGEL-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit: „Der friedliche Streit ist eine der Grundlagen der Demokratie. Der beste Streit ist der, der am Ende zu einer Lösung führt. Darum wollen wir uns künftig mehr kümmern, selbstverständlich ohne den Blick auf Missstände einzuschränken.“
Heute erscheint eine erste Darstellungsform der Solutions-Idee: die SPIEGEL-Mediation, eine Variante des SPIEGEL-Streitgesprächs. Ausgangspunkt ist auch hier der Konflikt zwischen zwei Parteien. Allerdings nähern sich die Kontrahenten nach einem Austausch einander an und finden schließlich eine Lösung, von der beide Seiten profitieren. So suchen in der aktuellen Mediation die Klimaschutz-Aktivistin Luisa Neubauer und der CDU-Politiker Sepp Müller nach Schnittpunkten in ihren erst einmal konträren Positionen zur Förderung des Klimaschutzes.
Federführend vorangetrieben wird SPIEGEL Solutions von SPIEGEL-Autorin Susanne Beyer, die sich während eines Fellowships am Thomas-Mann-House in Los Angeles mit journalistischen Formen beschäftigt hat, die auf die Polarisierung der Gesellschaft reagieren.
