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Neuer Rekord: Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser machen mit beim Bundesweiten Vorlesetag 2016

Stiftung Lesen

Mit von der Partie sind wieder zahlreiche Politiker und Prominente

Im ganzen Land heißt es am 18. November wieder: Deutschland liest vor! Über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser beteiligen sich am 13. Bundesweiten Vorlesetag – rund 20.000 mehr als im Vorjahr. Die Initiatoren des Vorlesetags, DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung, wollen mit dem Aktionstag ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für das Lesen setzen und Freude am (Vor-)Lesen wecken. So sollen langfristig Lesekompetenz gefördert und Bildungschancen eröffnet werden.

Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG und Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH, erklärt: "Vorlesen ist der Schlüssel zu Bildung. Es trägt entscheidend zur sprachlichen Entwicklung von Kindern bei und motiviert sie, später selbst zum Buch oder E-Book zu greifen. Aus der Vorlesestudie 2016 wissen wir, dass neun von zehn Kindern das Vorlesen auch lieben. Dennoch wird jedem vierten Kind nicht genug vorgelesen. Es gibt keinen Grund, den Kindern den Wunsch nach einer guten Vorlesegeschichte nicht jeden Tag neu zu erfüllen. Kinder haben ein Recht darauf, dass ihnen vorgelesen wird."

Giovanni di Lorenzo
, Chefredakteur der ZEIT, ergänzt: "Meistens sind es die Eltern, die ihren Kindern vorlesen. Doch auch das Vorlesen außerhalb der Familie ist wertvoll, da gute Geschichten eine große Rolle für die Kinder spielen. Umso erfreulicher ist es, dass sich 2016 wieder so viele bekannte Persönlichkeiten am Bundesweiten Vorlesetag engagieren und Menschen jeden Alters für das Vorlesen begeistern."

In diesem Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 Politiker und Prominente am Bundesweiten Vorlesetag, darunter die Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble, Manuela Schwesig und Andrea Nahles, die Schauspielerinnen Lisa-Marie Koroll und Christine Urspruch, zweifache Olympiasiegerin im Eiskunstlauf Katarina Witt, Autor Paul Maar, Sänger Thees Uhlmann, die Journalistinnen Gundula Gause, Maybrit Illner, Marietta Slomka und Linda Zervakis sowie die Moderatoren Palina Rojinski, Peter Kloeppel und Sven Voss.

Dr. Jörg F. Maas
, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, betont: "2016 haben wir den Teilnahmerekord aus dem vergangenen Jahr noch einmal überboten. Dank an über 130.000 Vorleserinnen und Vorleser, die sich beim Bundesweiten Vorlesetag engagieren. Dies ist ein wichtiges Signal und zeigt, dass das Vorlesen ein fester Bestandteil im Alltag eines jeden Kindes sein sollte, am besten mindestens 15 Minuten jeden Tag."

Um mit gutem Beispiel voranzugehen, lasen die drei Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags Giovanni di Lorenzo, Dr. Rüdiger Grube sowie Dr. Jörg F. Maas heute im Helmut-Schmidt-Haus rund 25 Grundschülern aus dem Buch "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte" von Martin Baltscheit vor.

Der Bundesweite Vorlesetag folgt der Idee: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen, aber auch an außergewöhnlichen Orten wie Bahnhöfen, Zügen und sogar im Karussell. Weitere Informationen über die Initiative sowie alle Termine finden Sie hier.

Die Teilnehmerzahlen in den einzelnen Bundesländern können Sie nachfolgend einsehen. Fotos ausgewählter Vorleseaktionen stehen heute ab 15 Uhr in der Bildergalerie am unteren Ende unserer Website zum Download bereit.

Nicht schlecht staunten außerdem die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse der Carl-Benz-Schule in Mannheim, als am 7. November der Comedian Bülent Ceylan ihr Klassenzimmer betrat und Liebesbriefe von Mozart vorlas. Den Überraschungsbesuch des gebürtigen Mannheimers und prominenten Lesebotschafters der Stiftung Lesen hatten die Jugendlichen mit ihrer Teilnahme am Wettbewerb "Warum heute noch Brief?" der Deutschen Post und des Museums für Kommunikation Berlin gewonnen. Gemeinsam mit den Regisseurinnen Natalie Rehberger und Stella Tümmler haben sich die Schülerinnen und Schüler auf das "ExperimentBrief" eingelassen: Jeder war aufgefordert, einen positiven Brief an einen zugelosten Klassenkameraden zu verfassen. Die Aufmerksamkeit, die das Schreiben erfordert, die Vorfreude beim Öffnen des Umschlags sowie die Gefühle, welche die handgeschriebenen Briefe bei den Jugendlichen auslösten, haben die beiden Filmemacherinnen eindrücklich dokumentiert.

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