Liebe MVFP-Community,
wer trägt Verantwortung für verlässliche Informationen in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz Inhalte produziert, Plattformen die Aufmerksamkeit steuern und gesellschaftliche Debatten immer fragmentierter verlaufen? Genau dieser und weiteren Fragen widmet sich das Medienforum der freien Presse am 30. Juni 2026 im Allianz Forum in Berlin.
Beim Top-Event des MVFP diskutieren Entscheiderinnen und Entscheider aus Medienhäusern, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die Zukunft des unabhängigen, marktwirtschaftlich finanzierten Journalismus. Mit NRW-Medienminister Nathanael Liminski eröffnen wir im Forum „Politik“ die Debatte über die medienpolitischen Rahmenbedingungen der freien Presse. Im Forum „Journalismus“ sprechen Olaf Gersemann (WELT), Dr. Bernward Loheide (KNA), Prof. Dr. Wiebke Loosen (Leibniz-Institut für Medienforschung), Franziska Reich (FOCUS) und Jochen Wegner (DIE ZEIT) darüber, wie Glaubwürdigkeit, Orientierung und publizistische Verantwortung in einer KI-geprägten Informationsökonomie gesichert werden können. Verena Gründel (DMEXCO), Prof. Dr. Dominique von Matt und Holger Knapp (Sternefeld Medien) beleuchten im Forum „Wirtschaft“ die Bedeutung vertrauensvoller Medienumfelder für Marken und Werbewirkung. Zum Abschluss liefert Prof. Dr. Bernhard Pörksen den wissenschaftlichen Blick auf die Entwicklungen der Branche. Durch den Tag führt Astrid Frohloff. Nach dem Kongresstag setzen wir die Gespräche bei der Mediennacht der freien Presse im exklusiven China Club Berlin fort. Sind Sie schon angemeldet?
Dass publizistische Vielfalt auch von Mut und der Bereitschaft lebt, gesellschaftliche Debatten anzustoßen, zeigt Florian Boitin in der Rubrik „Am Kiosk“ in MVFP impuls. Sein Gastbeitrag über die „Titanic“ erinnert daran, welche Rolle Satire für Meinungsfreiheit und gesellschaftliche Selbstreflexion spielt – und dass eine lebendige Medienlandschaft immer auch von Reibung, Widerspruch und unterschiedlichen Stimmen lebt. Wie wichtig verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen im Verlagsalltag sind, erläutert Thomas Lemke am Beispiel von freier Mitarbeit. Worauf Medienhäuser achten sollten, lesen Sie in seinem Fachbeitrag.
Die Zukunft der freien Presse braucht Verantwortung, Verlässlichkeit und Vielfalt – und den gemeinsamen Dialog darüber. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen in Berlin.